Digitale Souveränität ist im Roten Kreuz wichtiger denn je. Ich lade Sie zu einem runden Tisch ein, um über sinnvolle Alternativen zu diskutieren.

Digitale Souveränität - Einladung zum Austausch

Liebe Kundinnen und Kunden,

viele von Ihnen nutzen Microsoft 365 und das auch aus guten Gründen.

Aber vielleicht verfolgen Sie auch die aktuellen Schlagzeilen. Microsoft kündigt die auch beim DRK beliebten Non-Profit-Lizenzen auf. Dass Gratis-Lizenzen im Zivilschutz generell keine Spende, sondern eine Werbeaktion für die Bezahltarife sind, haben schon vor knapp zwei Jahren die österreichischen Feuerwehren teuer lernen müssen.

Noch bedenklicher ist aber folgende Meldung: Als "verlängerter Arm Trumps" hat Microsoft den Chefermittler des internationalen Gerichtshofes aus seinem eigenen E-Mail-Konto ausgesperrt. "Weckruf für digitale Souveränität" titelt die IT-Fachpresse, und das MIT Technology Review meint, "eine sich verändernde geopolitische Landschaft macht Souveränität inzwischen zu einer dringenden Angelegenheit".

Derweil baut Microsoft die Abhängigkeit weiter aus. Mit dem nächsten großen Outlook-Update - die FAZ nennt es "Sprengstoff im Büro" - wird auch die direkte Mail-Kommunikation zwischen Outlook und anderen Providern wie uns zwingend durch die Microsoft-Cloud geleitet.

Datenschützer laufen Sturm: US-Behörden haben dank des "US Cloud Act" Zugriff auf die Server, auch wenn diese in Europa stehen. Und damit ebenfalls die quasi-Behörde DOGE, die im Verdacht steht, Informationen an russische Geheimdienste zu geben. 

Zukünftig würden dann 90% des gesamten Rotkreuz-Mailverkehrs durch eben diese Microsoft-Cloud laufen. Sofern es funktioniert: Erst im Februar hat Microsoft versehentlich unsere halbe Infrastruktur per Firewall ausgesperrt als Reaktion auf "abweichend hohe Zustell-Mengen". Das hat bei vielen Kreisverbänden die E-Mail-Kommunikation, teils sogar den Versand von Rettungsdienst-Einsatzdetails an die Fahrzeuge zum Erliegen gebracht. Selbst wenn man vor dem Risiko politisch motivierter Maßnahmen die Augen verschließt: Wer garantiert, dass nicht bei einer überregionalen Katastrophe der ungewöhnlich hohe Kommunikationsbedarf wieder eine automatische Sperrung auslöst - dann, wenn Sie es am wenigsten gebrauchen können?

Die Produkte von Microsoft sind gut, wir nutzen sie (noch) selbst. Aber es gibt gute Gründe, gerade im Zivil- und Katastrophenschutz auf eine souveräne Lösung zu setzen.

Eine solche Lösung ist OpenDesk vom "Zentrum für digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung" (ZenDiS, eine Tochterfirma von Bund und demnächst Ländern). 

OpenDesk ist ein gelungenes Komplettpaket aus Opensource-Komponenten, z.B. Open-Xchange, Nextcloud oder Jitsii. Komponenten, die einzeln bereits seit vielen Jahren ihre Leistungsfähigkeit bewiesen haben und auch an vielen Stellen im DRK erfolgreich zum Einsatz kommen. OpenDesk vereint das zu einer zentralen Benutzerverwaltung, einer zentralen Oberfläche und vor allen Dingen aufeinander abgestimmte und in sich getestete/zertifizierte Versionsupdates und abgesicherte Softwarelieferketten.

OpenDesk ist, wie der Firmenname ZenDiS vermuten lässt, für einen souveränen Arbeitsplatz in der öffentlichen Verwaltung konzipiert, kommt demnächst auch bei der Bundeswehr zum Einsatz und: Kann auch für interessierte Organisationen aufgebaut werden.

Ich habe mich in den letzten Wochen intensiv mit OpenDesk beschäftigt und bin ziemlich begeistert. Und ich könnte mir vorstellen, gemeinsam mit DRK-Gliederungen und anderen Rotkreuz-nahen IT-Unternehmen einen souveränen Arbeitsplatz für das Rote Kreuz aufzubauen.

Ich möchte Sie daher zu einem zunächst unverbindlichen Online-Austausch am 03.06.2025 um 10.00 Uhr an unserem virtuellen runden Tisch reinladen. Melden Sie sich gerne an.

 

Wichtig: Es handelt sich nicht um eine Produktpräsentation. Ich möchte gemeinsam mit Ihnen allen in den Austausch treten, um zu gucken, in welchem Rahmen wir gemeinsam OpenDesk als Microsoft-Alternative im Roten Kreuz einführen können und wollen.

Ich freue mich auf Ihre Teilnahme

Ihr

 

Joern Dost

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